Filmtipp: The Corporation

Der Dokumentarfilm „The Corporation“ heimste 31 internationale Preise ein. Die DVD gibt es exklusiv bei Zweitausendeins. Das pathologische Streben der Konzerne nach Geld und Macht“ gibt Aufschluss über den Charakter und den kometenhaften Aufstieg der wichtigsten Institution unserer Zeit, des Konzerns. Ausschnitte aus Popkultur, Fernsehnachrichten und Firmenpropaganda dokumentieren, in welchem Maße die Konzerne Einfluss auf unser Leben nehmen.

Der Film zieht die logische Schlussfolgerung aus der Tatsache, dass der Konzern juristische Person ist, indem er ihn auf die Couch des Psychiaters legt und fragt: „Was für eine Person ist das eigentlich!““The Corporation“ stellt die Frage nach der geistigen Gesundheit einer Institution, die im Geschäftsverkehr die Rechte eines Menschen genießt, ohne sich im mindesten um menschliche Werte zu kümmern.

Der Film führt den psychopathischen Charakter der Institution „Unternehmen“ anhand von haarsträubenden Fallstudien vor, die zeigen, wie Unternehmen uns beeinflussen, unsere Umwelt, unsere Kinder, unsere Gesundheit, die Medien, die Demokratie und selbst unsere Gene – und wie sich die Menschen dagegen wehren.Unter den 40 im Film Interviewten sind Konzernchefs und leitende Manager aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen: Öl- und Pharmaindustrie, Reifenherstellung, Schwerindustrie, PR, Branding, Werbung und verdecktes Marketing. Darüber hinaus stehen ein mit dem Nobelpreis ausgezeichneter Ökonom, der erste Managementguru, ein Industriespion sowie eine Reihe von Wirtschaftswissenschaftlern, Kritikern, Historikern und Intellektuellen Rede und Antwort.

„The Corporation“ wurde mit 31 internationalen Preisen, 10 davon Publikumspreise, ausgezeichnet, u.a. dem Publikumspreis für Dokumentarfilm beim Sundance Film Festival 2004.“The Corporation. Das pathologische Streben der Konzerne nach Geld und Macht“. Englisches Original mit deutschen Untertiteln. Regie: Mark Achbar und Jennifer Abbott. Nach einem Buch von Joel Bakan. Format 16:9. Dolby Digital. FSK ab 12. 145 Minuten. „The Corporation“. (ZWEITAUSENDEINS)

Quellen:
Offizielle Filmseite
Kostenloser und legaler Download

Marek

Schon als kleiner Junge lief ich mit dem Bleistift herum und fragte die Menschen Löcher in den Bauch. Genauso stelle ich mir noch heute einen Reporter vor – wie einen Detektiv mit Schreibblock … Doch die Welt hat sich sehr verändert. Mehr denn je brauchen wir neue Erzählungen, neuen Mut, Gemeinschaften und Vorbilder. Als Medien- und Projektmacher, Journalist und Publizist berichte ich seit 30 Jahren über Themen, die mich bewegen: Demokratie, Technologie, Wirtschaft, Medien, Umwelt- und Tierschutz – motiviert vom Wunsch nach einer besseren Welt für alle.

3 Kommentare

  • Diesen überhaus sehenswerten Film über die „Politik“ der großen Konzerne stellen wir noch mal auf die erste Seite, da er einfach zu wichtig und gut gemacht ist, um in diesem Block auf die hinteren Seiten verbannt zu werden. Wer etwas über Globalisierung, insbesondere über die Ausbreitung der „Global Player“ und die Folgen ihrer Expansion erfahren will, sollte ihn sich nicht entgehen lassen.

    Und: Man sollte auch die Filmmacher durch den Kauf der DVD unterstützen. Ein prima Geschenk für alle Freunde, Bekannte und Skeptizisten, die noch immer an das heilsame Konzept der freien Märkte glauben.

    Grüße,
    Marek

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Filmtipp: Bonne Nuit Papa

Wie viel Nähe können wir Menschen zulassen? Wie viel Abtrennung können wir verkraften? Der Dokumentarfilm „Bonne Nuit Papa“ ist ein Plädoyer für die Liebe...

Schuld sind nur die nervösen Märkte…

Was war das wieder für eine Woche… Wo man auch hinschaute, gab es einen vor den Kopf: Panik auf Schalke, in der Schleswig-Holsteinschen CDU,...

Ein Besenstrich, ein Atemzug

»Ein Besenstrich, ein Atemzug«, pflegte Beppo der Straßenkehrer in dem Buch Momo von Michael Ende immer zu sagen. Oder anders gesagt: Wer langsam, aber...

Faire Städte?

Keine Frage: Die Krise macht auch vor den Erzeugern aus so genannten Entwicklungsländern nicht halt – gerade nicht vor ihnen. Um so wichtiger ist...