Die Umwelt schützen, Erdöl nicht fördern

Heilige, ein Wunder oder nur Schein? Ecuador und Kolumbien haben erklärt ihre Erdöl-Vorkommen einfach nicht zu fördern. Der Umwelt zuliebe…

Der Oil Peak ist wahrscheinlich schon überschritten. Und ohnehin: Schon dem Klima zuliebe sollten wir an Erdöl sparen. Ganz zu schweigen von den Meeren, Stränden und anderen Naturgebieten, die bei der Ölförderung in regelmäßigen Abständen von Katastrophen betroffen sind. Viel klüger wäre es da doch, das vorhandene Öl nicht um jeden Preis zu fördern. Und genau das haben einige südamerikanische Länder nun anscheinend auch vor…

Das Öl einfach nicht fördern

»Anfang Oktober wartete Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos mit einer faustdicken Überraschung auf. Bei seinem Besuch auf den Karibikinseln San Andrés und Providencia verkündete er, dass es um das Taucherparadies herum nun doch keine Exploration und Förderung von Erdöl und Erdgas geben soll«, schreibt Gerhard Dilger. Sein interessantes Interview mit der Umweltschützerin und Biologin June Marie Mow, die sich mit der Stiftung „Fundación Providence“ für den Schutz des karibischen Biosphärenreservats einsetzt, kann man auf klimaretter.info lesen.

Das ist jedoch nicht die erste Entscheidung dieser Art: Der Hintergrund hatte schon vor einigen Wochen ein Interview mit Jorge Jurado, dem Botschafter der Republik Ecuador in Deutschland, geliefert. Auch sein Land will das Erdöl seines Landes einfach an Ort und Stelle belassen. Denn darüber befinde sich ein Naturschutzgebiet mit einer einzigartigen Artenvielfalt. Leider wird dieses Projekt – wie eigentlich von der ehemaligen schwarz-roten Regierung versprochen – von der schwarz-gelben Regierung nicht mehr unterstützt… Da soll Merkel noch einmal sagen, sie setze sich für den Klimaschutz ein!

ilona

ist freie Jour­na­lis­tin, Publizistin, Projekt­ma­che­rin und Medienaktivistin. Seit über zehn Jahren schreibt sie Bücher, Blogposts, macht Podcasts, gibt Workshops und hält Vorträge. Zudem begleitet und berät sie öko-soziale Organisationen, Gemeinschaften, Künstler:innen, Kreative und Aktivist:innen bei der ganzheitlichen und nachhaltigen Planung und Kommunikation ihrer Projekte und Bücher.

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