Der JoJo-Effekt

Kaum steht das neue Jahr vor der Tür, stößt man überall wieder auf die obligatorischen Schlankmacher-Artikel und Diät-Angebote. „So kriegen Sie Ihr Fett weg“ locken die Anbieter der unterschiedlichsten Diät-Strategien für ihre Methoden und Produkte, die dabei helfen sollen, den Winterspeck zu beseitigen.

Meist geht es um irgendwelche Programme, Pillen oder heilbringende Wässerchen. Die beste Jahreszeit für die Branche, denn wer möchte schon schwerfällig in das neue Jahr starten?

Doch spätestens wenn die ersten Vorsätze schwinden und sich die Teller wieder füllen, kehren die mit der Diät vielleicht verlorenen Pfunde wieder zurück. Der bekannte JoJo-Effekt. Dabei gäbe es ein ganz einfaches und meist kostenloses Hilfsmittel gegen unerwünschte Fettpölsterchen: Sport!

Mal abgesehen davon, dass sich die Menschen nicht so einfach über einen Kamm scheren lassen, in manchen Fällen die Leibesfülle krankheitsbedingt ist, in anderen zum Beispiel junge Frauen ein vollkommen falsches Bild von ihrem Körper haben, ist körperliche Bewegung noch immer die beste Arznei.

Die Werbung zeigt und Gesellschaft honoriert wohlgeformte Körper, was sich manch Teenager zu Herzen nimmt, den eigenen Körper geißelt und sich mit Magersucht geißelt. Während andere Jugendliche, denen etwas Bewegung gut täte, aus pädagogischem Unvermögen, ganze Berge von Süßigkeiten vor dem Computer verdrücken.

Ein paar aufschlussreiche Infos zur Ernährung

  • Die Wahrnehmung des eigenen Körpers ist stets eine andere als die durch die Umwelt.
  • Essen ist gut und wichtig für Körper und Seele – nicht essen dagegen (für beide) gefährlich!
  • Wer zu viel isst, sollte einen Blick in Länder werfen, in denen es zu wenig Essen gibt – das relativiert eigene Ansprüche.
  • Diäten sind nur dann erfolgreich, wenn dem Körper weniger Kalorien zugeführt werden als er verbraucht.
  • Insbesondere Frauen nehmen zu wenig Eiweiß zu sich (wichtig für die Fettfreisetzung).
  • Insbesondere die Kombination von Fett und kurzkettigen Kohlenhydraten macht dick – weniger das Fett allein.
  • Ohne Stress(hormone) geht es nicht: So sorgen zum Beispiel Wachstumhormone über Nacht für Fettabbau.
  • Wer abnehmen will, muss Fettreserven angreifen: Also weniger Kohlenhydrate und dafür mehr Sport.


Grundsätzlich ist Bewegung für jeden Körper gut. Nicht nur, dass man so überschüssige Pfunde loswerden kann – es sorgt auch für eine Stärkung der Muskulatur und für ein Ausschwemmen der im Alltag aufgenommenen oder selbst produzierten Körpergifte. Obendrein macht es glücklich, da es entsprechende Endorphine freisetzt.

Egal ob gefühlter Winterspeck oder tatsächliches Übergewicht: Ein paar Runden durch den heimischen Park, ein paar Bahnen durch das Bassin im Schwimmbads oder aber der Sport in einem Verein können hier Wunder wirken. Teure Diät-Angebote sind eigentlich nur dann erforderlich, wenn der Arzt hierzu dringend anrät oder aber der Wille nur in der Gemeinschaft gestärkt wird.

Bildquelle: Judith Lisser-Meister, www.Pixelio.de

Marek

Schon als kleiner Junge lief ich mit dem Bleistift herum und fragte die Menschen Löcher in den Bauch. Genauso stelle ich mir noch heute einen Reporter vor – wie einen Detektiv mit Schreibblock … Doch die Welt hat sich sehr verändert. Mehr denn je brauchen wir neue Erzählungen, neuen Mut, Gemeinschaften und Vorbilder. Als Medien- und Projektmacher, Journalist und Publizist berichte ich seit 30 Jahren über Themen, die mich bewegen: Demokratie, Technologie, Wirtschaft, Medien, Umwelt- und Tierschutz – motiviert vom Wunsch nach einer besseren Welt für alle.

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